TOP Ö 1: Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans der Stadt Brakel für die Jahre 2020 bis 2025

Beschluss: einstimmig beschlossen

Beschluss:

 

Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt einstimmig dem Rat der Stadt Brakel, die vorliegende Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans der Stadt Brakel für die Jahre 2020 bis 2025 zu beschließen.

 


Bürgermeister Temme begrüßt Herrn Frank Schmitz von der Firma Luelf & Rinke, der zum Brandschutzbedarfsplan der Stadt Brakel vortragen wird. Der Brandschutzbedarfsplan sei unerlässlich, um zukünftig weiter effektiv handeln zu können. Bürgermeister Temme hebt in diesem Zusammenhang das starke ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrkameradinnen und –kameraden hervor.

 

Herr Schmitz präsentiert den Entwurf zur Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans bis 2025. Er führt die Risikostruktur, Planungsgrundlagen und die Feuerwehrstruktur hinsichtlich, Standort, Personal und Fahrzeuge auf.

Zu den Anforderungen an die Personalstruktur stehe das Halten vorhandener und das Gewinnen neuer Kräfte im Vordergrund und stellt die Arbeit der Jugendfeuerwehr als besonders wichtig heraus. Ein weiterer wichtiger Punkt sei, aufgrund des gestiegenen Aufwands, die Etablierung eines hauptberuflichen Gerätewartes.

Zur Fahrzeug- und Technikausstattung seien in den nächsten 5 Jahren insgesamt 5 Ersatzbeschaffungen erforderlich, so Herr Schmitz. Diese seien ab 2021 für die Löschzüge Brakel, Beller, Istrup, Schmechten und in 2024 nochmals für Brakel geplant.

 

Bürgermeister Temme dankt für diesen Überblick und bittet um Fragen der Ausschussmitglieder.

 

Ratsherr Tobisch erkundigt sich zur Höhe der erforderlichen Mittel zur Anschaffung von Fahrzeugen. Bürgermeister Temme verweist diesbezüglich auf den diesjährigen Haushalt, in dem eine Summe von ca. 1,4 Mio. € zuzüglich daraus resultierender baulicher Veränderungen an den Feuerwehrgerätehäusern von ca. 2-3 Mio. € veranschlagt sei. Diese Anschaffungen seien aber immer Gegenstand der jeweiligen Haushaltsplanungen.

 

Ratsherr Multhaupt bittet um nähere Erläuterungen zur geplanten Stelle eines hauptamtlichen Gerätewarts. Hierzu prognostiziert Herr Schmitz einen Bedarf an jährlich ca. 1600 Stunden. Dies sei in erster Linie für immer wiederkehrende Prüfungen erforderlich und führt dazu die Arbeiten eines Gerätewartes näher auf. 

 

Ratsherr Heilemann fragt an, ob es möglich sei, an 2 Standorten einen Gerätewart zu unterhalten und erkundigt sich zu den jährlichen Kosten. Hierzu verweist Bürgermeister Temme auf den Stellenplan zum Haushalt 2021, bis dahin werde man Vergleiche aus anderen Städten heranziehen. Weiter schlägt er vor, zur Verdeutlichung der Aufgaben einen hauptamtlichen Gerätewart aus dem Kreis zur nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses einzuladen.

 

Ratsherr Simon führt die „Grenzsituation“ bei Unfällen/Gefahrenlagen auf, wie kürzlich bei dem schweren Unfall in Frohnhausen, an der Grenze zu Natzungen (Stadt Borgentreich). Ob es hier entsprechende Möglichkeiten gebe, Wehren aus dem angrenzendem Stadtgebiet ebenfalls zu alarmieren, müsse die Wehrführung mit der Leitung der Feuerwehrleistelle klären, so Bürgermeister Temme.